Wildkrankheiten

Wildkrankheiten
Wildkrankheiten und deren Anzeichen zu kennen, ist für jeden Jäger von entscheidender Bedeutung. Das Ziel ist es, Krankheiten zu erkennen, die richtigen Maßnahmen zu ergreifen und so die einwandfreie Qualität des Wildfleisches zu gewährleisten.
Als Jägerin oder Jäger trägst du dem Wild und auch vor Menschen gegenüber eine große Verantwortung.
Du bist verantwortlich für den Schutz vor Seuchen und auch für die Bewahrung des Wildes vor vermeidbaren Schmerzen und Leid. Deshalb ist es wichtig, dass du dich mit Infektionskrankheiten gut auskennst. Hier findest du mehr über:
Viruserkrankungen
Tollwut
Tollwut ist eine lebensbedrohliche Virusinfektion, die das zentrale Nervensystem angreift. Sie wird in der Regel durch den Biss oder den Speichel infizierter Tiere, insbesondere von Hunden, übertragen. Hier sind einige wichtige Informationen zu Tollwut:
1. Wer kann Tollwut bekommen?
Alle Säugetiere, einschließlich Menschen, können an Tollwut erkranken,
wenn sie von einem infizierten Tier gebissen werden oder mit den
Schleimhäuten in Kontakt kommen. Hunde, Füchse, Fledermäuse und andere
Wildtiere sind die Hauptüberträger der Krankheit.
2. Wie kann man Tollwut erkennen?
Die Symptome der Tollwut können variieren, aber sie umfassen
typischerweise Fieber, Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Krämpfe,
Lähmungen und Veränderungen des Verhaltens. Später können
Halluzinationen, Hydrophobie (Angst vor Wasser) und Atembeschwerden
auftreten.
3. Wie ist der Krankheitsverlauf?
Die Inkubationszeit von Tollwut beträgt normalerweise 1-3 Monate, kann
aber auch kürzer oder länger sein. Sobald die Symptome auftreten, ist die
Krankheit fast immer tödlich. Es gibt keine bekannte Heilung für
Tollwut, daher ist eine schnelle medizinische Behandlung nach einem
Tierbiss entscheidend.
4. Ist das Fleisch genusstauglich?
Das Wildbret von Wild, die an der Tollwut erkrankt ist, ist nicht für den
Verzehr geeignet. Es besteht die Gefahr, dass das Virus auf andere Tiere
übertragen wird. Es wird dringend empfohlen, nur Fleisch von gesunden
Wild zu verzehren.
5. Wie muss sich der Jäger verhalten?
Jäger sollten sich bewusst sein, dass die Tollwut eine ernste Bedrohung
für die Wildarten darstellen kann. Es ist wichtig, Hygienemaßnahmen
einzuhalten, um die Ausbreitung der Krankheiten zu verhindern. Bei
Verdacht auf die genannten Krankheiten sollten die zuständigen Behörden
informiert werden.
Die Afrikanische Schweinepest (ASP)
Die Afrikanische Schweinepest (ASP) und die Klassische Schweinepest (KSP) sind Viruserkrankungen. Hier sind die wichtigsten Informationen zu beiden Krankheiten:
1. Wer kann sie bekommen?
Die Afrikanische Schweinepest (ASP) kann Haus- und Wildschweine
(Schwarzwild) befallen, ebenso die Klassische Schweinepest (KSP).
2. Wie kann man sie erkennen?
Die Symptome der Afrikanischen Schweinepest umfassen Fieber,
Appetitlosigkeit, Atembeschwerden, Lethargie und innere Blutungen.
Bei der Klassischen Schweinepest können Symptome wie hohes Fieber,
Durchfall, Atemnot, Lahmheit und Blutungen auftreten.
3. Wie ist der Krankheitsverlauf?
Beide Krankheiten können zu schweren gesundheitlichen Problemen führen
und hohe Sterblichkeitsraten bei infizierten Schweinen verursachen.
Es gibt keine spezifische Behandlung oder Impfung gegen die Krankheiten,
daher ist die Kontrolle und Prävention von großer Bedeutung.
4. Ist das Fleisch genusstauglich?
Das Wildbret von Wild, die an der ASP erkrankt ist, ist nicht für den
Verzehr geeignet. Es besteht die Gefahr, dass das Virus auf andere Tiere
übertragen wird. Es wird dringend empfohlen, nur Fleisch von gesunden
Wild zu verzehren.
5. Wie muss sich der Jäger verhalten?
Jäger sollten sich bewusst sein, dass die ASP eine ernste Bedrohung für
die Wildarten darstellen kann. Es ist wichtig, Hygienemaßnahmen
einzuhalten, um die Ausbreitung der Krankheiten zu verhindern. Bei
Verdacht auf die genannten Krankheiten sollten die zuständigen Behörden
informiert werden.
Die Maul- und Klauenseuche (MKS)
Die Maul- und Klauenseuche (MKS) ist eine hochansteckende Viruskrankheit, die Huftiere wie Rinder, Schafe, Schweine und Ziegen betrifft.
1. Wer kann sie bekommen?
Maul- und Klauenseuche kann Rinder, Schweine, Schafe, Ziegen und andere
Huftiere infizieren. Menschen sind nicht empfänglich für die Krankheit,
aber sie können das Virus auf Schuhen, Kleidung oder Ausrüstung
übertragen. HMFK (Hand, Fuß, Mund Krankheit, beim Menschen, ist ein
anderer Erreger)
2. Wie kann man sie erkennen?
Die Symptome der Maul- und Klauenseuche umfassen Fieber, Blasenbildung
im Äser, an den Klauen, an den Zitzen und an den Eutern. Die Tiere
zeigen Lahmheit, Appetitlosigkeit und Speichelfluss.
3. Wie ist der Krankheitsverlauf?
Die Krankheit verläuft in der Regel akut und kann zu schweren
gesundheitlichen Problemen führen.
4. Ist das Fleisch genusstauglich?
Das Wildbret von Wild, die an der MKS erkrankt ist, ist nicht für den
Verzehr geeignet.
5. Wie muss sich der Jäger verhalten?
Jäger sollten sich bewusst sein, dass die MKS eine ernste Bedrohung
für die Wildarten darstellen kann.
Die Myxomatose
Die Myxomatose ist eine hochansteckende Viruserkrankung, die vor allem Kaninchen betrifft.
1. Wer kann sie bekommen?
Die Myxomatose betrifft vor allem Kaninchen, sowohl Hauskaninchen als
auch Wildkaninchen.
2. Wie kann man sie erkennen?
Typische Anzeichen sind Schwellungen um die Augen, Nase und
Genitalbereich, Fieber, Appetitlosigkeit, Atembeschwerden, Lethargie
und Hautveränderungen.
3. Wie ist der Krankheitsverlauf?
Die Myxomatose verläuft in der Regel akut und kann innerhalb weniger
Tage zum Tod des infizierten Kaninchens führen.
4. Ist das Fleisch genusstauglich?
Das Wildbret von Wild, die an der Myxomatose erkrankt ist, ist nicht
für den Verzehr geeignet.
5. Wie muss sich der Jäger verhalten?
Jäger sollten sich bewusst sein, dass die Myxomatose eine ernste
Bedrohung für die Wildarten darstellen kann.
Die Geflügelpest
Die Geflügelpest, auch bekannt als Aviäre Influenza oder Vogelgrippe, ist eine hochansteckende Viruserkrankung, die Vögel betrifft.
1. Wer kann sie bekommen?
Die Geflügelpest betrifft vor allem Geflügel wie Hühner, Puten, Enten
und Gänse. Sie kann auch Wildvögel infizieren. Menschen können sich
in seltenen Fällen mit hochpathogenen Varianten des Vogelgrippevirus
infizieren, aber die Übertragung ist normalerweise begrenzt.
Neueste Entdeckung der Geflügelpest ist bei Rindern aufgetreten.
2. Wie kann man sie erkennen?
Die Symptome der Geflügelpest können variieren, aber typische
Anzeichen sind Atembeschwerden, Husten, Nasenausfluss, Durchfall,
Lethargie, Schüttelfrost und plötzliche Todesfälle in der
Geflügelpopulation.
3. Wie ist der Krankheitsverlauf?
Der Krankheitsverlauf kann je nach Virusstamm und betroffenen Vögeln
variieren. Bei hochpathogenen Varianten der Geflügelpest kann die
Krankheit schnell voranschreiten und zu hohen Sterblichkeitsraten
führen.
4. Ist das Fleisch genusstauglich?
Das Wildbret von Wild, die an der Geflügelpest erkrankt ist, ist
nicht für den Verzehr geeignet.
5. Wie muss sich der Jäger verhalten?
Jäger sollten sich bewusst sein, dass die Geflügelpest eine ernste
Bedrohung für die Wildarten darstellen kann.
Europäische Hasenkrankheit (EBHS)
Die virale Leberentzündung der Hasen, auch bekannt als Europäische Hasenpest oder Europäische Hasenkrankheit (EBHS), ist eine Viruserkrankung, die vor allem Wildhasen betrifft.
1. Wer kann sie bekommen?
Die virale Leberentzündung der Hasen betrifft vor allem Wildhasen,
insbesondere Feldhasen.
2. Wie kann man sie erkennen?
Typische Anzeichen sind Fieber, Apathie, Gewichtsverlust,
Gelbsucht, Leberveränderungen und in schweren Fällen auch innere
Blutungen.
3. Wie ist der Krankheitsverlauf?
In schweren Fällen kann die Krankheit schnell zum Tod des infizierten
Hasen führen.
4. Ist das Fleisch genusstauglich?
Das Wildbret von Wild, die an der EBHS erkrankt ist, ist nicht für
den Verzehr geeignet.
5. Wie muss sich der Jäger verhalten?
Jäger sollten sich bewusst sein, dass die EBHS eine ernste Bedrohung
für die Wildarten darstellen kann.
Chinaseuche (RHD)
Die Chinaseuche, auch als RHD (Rabbit Hemorrhagic Disease) bekannt, ist eine hochansteckende Viruserkrankung, die vor allem Kaninchen betrifft.
1. Wer kann sie bekommen?
Die Chinaseuche betrifft vor allem Kaninchen, sowohl Hauskaninchen
als auch Wildkaninchen.
2. Wie kann man sie erkennen?
Typische Anzeichen sind plötzlicher Tod ohne vorherige Anzeichen
von Krankheit, Fieber, Atembeschwerden, neurologische Symptome und
Blutungen.
3. Wie ist der Krankheitsverlauf?
Die Chinaseuche verläuft in der Regel sehr schnell und kann innerhalb
von 1–2 Tagen zum Tod des infizierten Kaninchens führen.
4. Ist das Fleisch genusstauglich?
Das Wildbret von Wild, die an der RHD erkrankt ist, ist nicht für
den Verzehr geeignet.
5. Wie muss sich der Jäger verhalten?
Jäger sollten sich bewusst sein, dass die RHD eine ernste Bedrohung
für die Wildarten darstellen kann.
Die Aujetzkische Krankheit
Die Aujetzkische Krankheit, auch bekannt als Pseudowut oder Infektiöse Bulbärparalyse, ist eine Virusinfektion, die vor allem Schwarzwild betrifft.
1. Wer kann sie bekommen?
Die Aujetzkische Krankheit betrifft hauptsächlich Schwarzwild und
Hausschweine, kann aber auch andere Tiere wie Hunde und Katzen
infizieren.
2. Wie kann man sie erkennen?
Die Symptome umfassen neurologische Störungen wie Zittern, Krämpfe,
Lähmungen und Verhaltensänderungen.
3. Wie ist der Krankheitsverlauf?
Die Krankheit verläuft in der Regel akut und kann schnell zum Tod
der infizierten Tiere führen.
4. Ist das Fleisch genusstauglich?
Das Wildbret von Wild, die an der Tollwut, ASP / KSP,
Maul- und Klauenseuche, Myxomatose, Geflügelpest, EBHS,
Chinasuche oder Aujeszkyschen Krankheit erkrankt sind,
ist nicht für den Verzehr geeignet.
5. Wie muss sich der Jäger verhalten?
Jäger sollten sich bewusst sein, dass diese Viruserkrankungen eine
ernste Bedrohung für die Wildarten darstellen können.
Hepatitis E
Hepatitis E ist eine Virusinfektion, die in der Regel durch den Verzehr von kontaminiertem Wasser oder Lebensmitteln, insbesondere von Schweinefleisch, übertragen wird.
1. Wer kann sie bekommen?
Menschen können Hepatitis E durch den Verzehr von infiziertem
Schweinefleisch, insbesondere Wildschweinfleisch, bekommen.
2. Wie kann man sie erkennen?
Die Symptome umfassen Fieber, Müdigkeit, Gelbsucht,
Appetitlosigkeit, Übelkeit, Bauchschmerzen und dunklen Urin.
3. Wie ist der Krankheitsverlauf?
Bei den meisten Menschen verläuft die Krankheit mild und heilt von
selbst aus. In einigen Fällen kann Hepatitis E schwerwiegend sein.
4. Ist das Fleisch genusstauglich?
Das Fleisch von Schwarzwild, das mit dem Hepatitis-E-Virus infiziert
ist, sollte nicht verzehrt werden.
5. Wie muss sich der Jäger verhalten?
Jäger sollten bei der Jagd auf Schwarzwild auf Hygiene achten, um
das Risiko einer Kontamination zu minimieren.
Hepatitis E ist für den Jäger kaum zu erkennen und nur über eine Blutprobe nachzuweisen.
Die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME)
Die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) ist eine durch Zecken übertragene Virusinfektion, die das zentrale Nervensystem betrifft.
1. Wer kann sie bekommen?
Menschen können die FSME durch den Stich infizierter Zecken
bekommen.
2. Wie kann man sie erkennen?
Die Symptome können grippeähnlich sein und umfassen Fieber,
Kopf- und Gliederschmerzen, Müdigkeit und Übelkeit.
3. Wie ist der Krankheitsverlauf?
Der Verlauf kann von milden Symptomen bis hin zu schweren
neurologischen Komplikationen variieren.
4. Ist das Fleisch genusstauglich?
Die FSME wird nicht durch den Verzehr von Fleisch übertragen,
sondern ausschließlich durch Zeckenstiche.
5. Wie muss sich der Jäger verhalten?
Jäger in Risikogebieten sollten geeignete Schutzmaßnahmen gegen
Zecken ergreifen und eine FSME-Impfung in Betracht ziehen.
Wichtig zu wissen
Es ist wichtig, sich über die aktuellen Empfehlungen und Maßnahmen im Zusammenhang mit den o.g. Krankheiten zu informieren und diese konsequent umzusetzen, um die Verbreitung des Virus einzudämmen.
Bakterielle Erkrankungen
Borreliose
Borreliose, auch bekannt als Lyme-Borreliose. Hier sind einige wichtige Informationen zur Borreliose:
1. Wer kann sie bekommen?
Die Borreliose wird durch den Stich von infizierten Zecken übertragen,
insbesondere von Zecken der Gattung Ixodes. Menschen, Haustiere und
auch Wildtiere wie Rehe können von Borreliose betroffen sein.
2. Wie kann man sie erkennen?
Die Symptome der Borreliose können vielfältig sein und umfassen eine
kreisförmige Hautrötung um die Stichstelle (Erythema migrans), Fieber,
Kopf- und Gliederschmerzen, Müdigkeit, geschwollene Lymphknoten und
in späteren Stadien auch neurologische Probleme und Gelenkentzündungen.
3. Wie ist der Krankheitsverlauf?
Der Krankheitsverlauf der Borreliose kann je nach Stadium und
individueller Gesundheit variieren. Ohne Behandlung kann die
Borreliose schwerwiegende gesundheitliche Probleme verursachen.
Borreliose kann im Körper Jahrzehnte schlummern, bis sie ausbricht.
Oft gleichen die Beschwerden der einer Arthrose.
4. Ist das Fleisch genusstauglich?
Die Borreliose wird nicht durch den Verzehr von Fleisch übertragen,
sondern ausschließlich durch Zeckenstiche.
5. Wie muss sich der Jäger verhalten?
Jäger sollten in Zecken-gefährdeten Gebieten spezielle
Vorsichtsmaßnahmen treffen, um Zeckenstiche zu vermeiden.
Dazu gehören geeignete Kleidung, Repellentien, die regelmäßige
Kontrolle des Körpers sowie das Entfernen von Zecken.
Die Aktinomykose
Die Aktinomykose (Strahlenpilz) ist eine bakterielle Infektion, die durch Bakterien der Gattung Actinomyces verursacht wird.
1. Wer kann sie bekommen?
Verschiedene Tiere, einschließlich Rinder, Schweine, Pferde,
Hunde und Katzen, Rot- und Rehwild können Aktinomykose bekommen.
Auch der Mensch kann sie bei einer schlechten Mundhygiene bekommen.
2. Wie kann man sie erkennen?
Symptome können sein:
- Schwellungen im Kiefer- oder Halsbereich.
- Abszesse und Fisteln, die Eiter absondern.
- Schwierigkeiten beim Kauen und Schlucken.
3. Wie ist der Krankheitsverlauf?
Die Aktinomykose kann chronisch verlaufen und sich langsam über
Wochen oder Monate entwickeln. Ohne Behandlung kann die Krankheit
fortschreiten und schwerwiegende Komplikationen verursachen.
4. Ist das Fleisch genusstauglich?
Das Fleisch von Tieren, die an Aktinomykose erkrankt sind,
sollte nicht für den menschlichen Verzehr verwendet werden.
Hier ist eine amtliche Fleischuntersuchung notwendig,
wenn das Wild in Verkehr gebracht werden soll.
5. Wie muss sich der Jäger verhalten?
Beobachtung: Jäger sollten beim Erlegen von Wild auf Anzeichen
von Krankheit achten, wie ungewöhnliche Schwellungen oder Abszesse.
Hygiene: Strikte Hygienemaßnahmen einhalten.
Die infektiöse Keratokonjunktivitis
Die infektiöse Keratokonjunktivitis (IKK oder Gamsblindheit) betrifft in erster Linie Wiederkäuer wie Schafe, Ziegen und Rinder.
1. Wer kann sie bekommen?
Die Gamsblindheit tritt hauptsächlich bei Wiederkäuern auf,
darunter Schafe, Ziegen und Rinder.
2. Wie kann man sie erkennen?
- Rötung und Schwellung der Augenlider und Bindehaut
- Tränenfluss und eitriger Augenausfluss
- Lichtempfindlichkeit und Blinzeln
- Hornhauttrübung oder Hornhautgeschwüre
- In schweren Fällen Erblindung
3. Wie ist der Krankheitsverlauf?
Der Verlauf kann von milden bis schweren Fällen variieren.
In schweren Fällen kann es bis zur völligen Erblindung kommen.
4. Ist das Fleisch genusstauglich?
Das Fleisch von Tieren, die an Gamsblindheit leiden,
kann genießbar sein, solange keine anderen gesundheitlichen
Probleme vorliegen.
5. Wie muss sich der Jäger verhalten?
Bei Verdacht sollte der Jäger die zuständigen
Veterinärbehörden informieren. Hygienemaßnahmen sind einzuhalten.
Die Tularämie
Die Tularämie, auch als Hasenpest oder Nagerpest bekannt, ist eine bakterielle Infektionskrankheit, die durch das Bakterium Francisella tularensis verursacht wird.
1. Wer kann sie bekommen?
Die Tularämie kann verschiedene Säugetiere, Vögel und auch den
Menschen betreffen. Häufig betroffen sind Nagetiere,
Kaninchen und Hasen.
2. Wie kann man sie erkennen?
Symptome können Fieber, Apathie, Appetitlosigkeit,
Lymphknotenschwellungen und Atemwegsprobleme sein.
3. Wie ist der Krankheitsverlauf?
Ohne Behandlung kann die Krankheit schwer verlaufen.
In schweren Fällen kann sie zu Pneumonie oder Sepsis führen.
4. Ist das Fleisch genusstauglich?
Das Fleisch von Tieren, die an Tularämie erkrankt sind,
sollte nicht für den Verzehr verwendet werden.
5. Wie muss sich der Jäger verhalten?
Bei Verdacht auf Tularämie bei erlegtem Wild muss der Jäger
die örtlichen Gesundheitsbehörden informieren (Meldepflicht).
Die Tuberkulose
Die Tuberkulose, auch bekannt als TBC, ist eine Infektionskrankheit, die durch das Bakterium Mycobacterium tuberculosis verursacht wird.
1. Wer kann sie bekommen?
Die Tuberkulose kann Menschen und Tiere betreffen. Bei Tieren,
insbesondere Wildtieren wie Hirschen, Wildschweinen und Nagetieren,
wird die Krankheit durch verschiedene Mykobakterien verursacht,
je nach Tierart.
2. Wie kann man sie erkennen?
Die Symptome der Tuberkulose können je nach betroffenem Organ
variieren. Beim Wild können Symptome wie Gewichtsverlust, Husten,
reduzierte Leistungsfähigkeit und Atemprobleme auftreten.
3. Wie ist der Krankheitsverlauf?
Der Krankheitsverlauf der Tuberkulose kann akut oder chronisch sein.
Ohne angemessene Behandlung kann die Krankheit schwerwiegende
Komplikationen verursachen, einschließlich der Ausbreitung der
Infektion auf andere Organe.
4. Ist das Fleisch genusstauglich?
Fleisch von Tieren, die an Tuberkulose leiden, ist nicht für den
Verzehr geeignet, da die Krankheit auf den Menschen übertragen
werden kann. Eine gründliche Fleischuntersuchung durch den
Amtstierarzt ist notwendig.
5. Wie muss sich der Jäger verhalten?
Jäger sollten auf Anzeichen von Tuberkulose bei erlegtem Wild
achten, insbesondere bei Wildtieren, die als Wirte für die
Krankheit bekannt sind. Bei Verdacht sollten die zuständigen
Veterinärbehörden informiert werden. Es besteht eine
Anzeigepflicht.
Die Brucellose
Die Brucellose ist eine bakterielle Infektionskrankheit, die durch verschiedene Brucella-Bakterien verursacht wird.
1. Wer kann sie bekommen?
Die Brucellose kann Menschen und Tiere betreffen.
Bei Tieren sind vor allem Rinder, Schweine, Ziegen,
Schafe und Hirsche anfällig für die Infektion.
Menschen können sich durch den Kontakt mit infizierten
Tieren oder deren Wildbret anstecken.
2. Wie kann man sie erkennen?
Die Symptome der Brucellose sind unterschiedlich,
abhängig von der betroffenen Tierart und dem Stadium
der Infektion. Beim Wild können Symptome wie
Fehlgeburten, Fruchtbarkeitsprobleme, Fieber,
Gelenkentzündungen und allgemeine Schwäche auftreten.
3. Wie ist der Krankheitsverlauf?
Der Krankheitsverlauf der Brucellose kann akut oder
chronisch sein. Bei Tieren kann die Krankheit zu
reproduktiven Problemen und wirtschaftlichen Verlusten
in der Landwirtschaft führen.
4. Ist das Fleisch genusstauglich?
Das Fleisch von Wild, die an Brucellose leiden,
ist nicht für den Verzehr geeignet, da das Bakterium
auf den Menschen übertragen werden kann.
Eine amtliche Fleischuntersuchung ist notwendig.
5. Wie muss sich der Jäger verhalten?
Jäger sollten beim Umgang mit erlegtem Wild auf
Anzeichen von Brucellose achten. Bei Verdacht auf
Brucellose bei erlegtem Wild muss der Jäger die
zuständigen Veterinärbehörden informieren
(Meldepflicht).
Die Salmonellose
Die Salmonellose ist eine bakterielle Infektionskrankheit, die durch verschiedene Stämme der Salmonella-Bakterien verursacht wird.
1. Wer kann sie bekommen?
Salmonellose kann Menschen und Tiere betreffen.
Salmonella-Bakterien kommen im Darm vieler Tiere vor
und können über verunreinigte Lebensmittel, Wasser
oder direkten Kontakt übertragen werden.
2. Wie kann man sie erkennen?
Typische Anzeichen für eine Salmonellose sind
Durchfall (Verkotung des Spiegels), Bauchschmerzen,
Übelkeit, Erbrechen, Fieber und Kopfschmerzen.
3. Wie ist der Krankheitsverlauf?
Der Krankheitsverlauf der Salmonellose ist in der
Regel selbstlimitierend und dauert meist vier bis
sieben Tage. In einigen Fällen kann sie jedoch
schwerwiegend verlaufen und zu Dehydrierung oder
weiteren Komplikationen führen.
4. Ist das Fleisch genusstauglich?
Fleisch von Tieren, die mit Salmonellen infiziert
sind, ist nicht für den Verzehr geeignet. Fleisch
muss ordnungsgemäß gekocht oder gebraten werden,
damit potenzielle Krankheitserreger abgetötet werden
(>72°C).
5. Wie muss sich der Jäger verhalten?
Jäger sollten auf Hygiene beim Umgang mit erlegtem
Wild achten. Bei Verdacht auf Salmonelleninfektion
sollte das Fleisch nicht verwendet werden, bis eine
Untersuchung durchgeführt wurde.
Die Pasteurellose
Die Pasteurellose ist eine bakterielle Infektionskrankheit, die durch verschiedene Bakterien der Gattung Pasteurella verursacht wird.
1. Wer kann sie bekommen?
Die Pasteurellose kann verschiedene Tierarten
betreffen, darunter Nutztiere wie Rinder,
Schafe und Schweine sowie Wildtiere.
Der Mensch kann ebenfalls an Pasteurellose
erkranken.
2. Wie kann man sie erkennen?
Bei Tieren können Anzeichen wie Fieber,
Atemwegserkrankungen und Abszesse auftreten.
Beim Menschen kann die Pasteurellose zu
Atemwegsinfektionen, Hautinfektionen,
Lymphknotenschwellungen und in schweren Fällen
zu septikämischen Erkrankungen führen.
3. Wie ist der Krankheitsverlauf?
Diese Krankheit verläuft akut oder chronisch,
jedoch vom Jäger nicht in Stadien einteilbar.
Die Tiere verenden häufig innerhalb weniger Stunden.
4. Ist das Fleisch genusstauglich?
Fleisch von Tieren, die an Pasteurellose
erkrankt sind, ist nicht für den Verzehr geeignet.
5. Wie muss sich der Jäger verhalten?
Jäger finden häufig verendete Tiere ohne äußerlich
erkennbare Gewalteinwirkung. In diesem Fall muss
der Amtsveterinär hinzugezogen werden, der die
weiteren Maßnahmen anordnet.
Parasitäre Erkrankungen
Kokzidien
Kokzidien sind einzellige Endoparasiten, die eine Krankheit namens Kokzidiose verursachen können.
1. Wer kann sie bekommen?
Kokzidien können eine Vielzahl von Tieren befallen, darunter
Vögel, Nagetiere, Rinder, Schafe, Ziegen und Wildtiere.
2. Wie kann man sie erkennen?
Zu den häufigen Anzeichen gehören Durchfall, Gewichtsverlust,
Appetitlosigkeit, Dehydrierung, schlechtes Wachstum bei
Jungtieren und allgemeine Abgeschlagenheit.
3. Wie ist der Krankheitsverlauf?
Bei schweren Infektionen kann die Kokzidiose zu erheblichen
Gesundheitsproblemen führen, insbesondere bei jungen Tieren.
4. Ist das Fleisch genusstauglich?
Fleisch von Tieren, die an Kokzidiose leiden, ist im Allgemeinen
genießbar, solange die Infektion nicht zu schweren gesundheitlichen
Problemen geführt hat und das Fleisch ordnungsgemäß verarbeitet
und gekocht bzw. gebraten wird.
5. Wie muss sich der Jäger verhalten?
Jäger sollten auf Anzeichen von Kokzidiose bei erlegtem Wild
achten, insbesondere bei Tieren mit Durchfall oder auffälligem Kot.
Magen- und Darmparasiten (Endoparasiten)
Magen- und Darmparasiten (Endoparasiten), wie Würmer, können verschiedene Tierarten einschließlich Wildtiere und Haustiere betreffen.
1. Wer kann sie bekommen?
Magen- und Darmparasiten können eine Vielzahl von Tieren
befallen. Menschen können auch von einigen Wurmarten infiziert
werden, insbesondere durch den Verzehr von rohem oder
unzureichend gegartem Fleisch.
2. Wie kann man sie erkennen?
Häufige Anzeichen sind Durchfall, Erbrechen, Gewichtsverlust,
Blähungen, Appetitlosigkeit, Bauchschmerzen und sichtbare
Wurmeier im Kot.
3. Wie ist der Krankheitsverlauf?
Bei schweren Infektionen können Würmer zu erheblichen
gesundheitlichen Problemen führen, einschließlich
Nährstoffmangel, Dehydrierung, Darmverschluss und in
seltenen Fällen sogar zum Tod.
4. Ist das Fleisch genusstauglich?
Fleisch von Tieren, die mit Magen- und Darmparasiten infiziert
sind, ist genussuntauglich.
5. Wie muss sich der Jäger verhalten?
Jäger sollten beim Umgang mit erlegtem Wild auf Anzeichen
von Wurminfektionen achten.
Lungenwürmer
Lungenwürmer sind Endoparasiten, die vor allem die Atemwege von Tieren befallen und zu Atemwegserkrankungen führen können.
1. Wer kann sie bekommen?
Lungenwürmer können bei verschiedenen Tierarten auftreten,
darunter Wildtiere, Haustiere und Nutztiere.
2. Wie kann man sie erkennen?
Häufige Anzeichen sind Husten, Atembeschwerden, vermehrtes
Hecheln, Nasenausfluss, Müdigkeit, Gewichtsverlust und
reduzierte Leistungsfähigkeit.
3. Wie ist der Krankheitsverlauf?
Schwere Infektionen können zu Lungenentzündung, Atemnot
und in seltenen Fällen zum Tod führen.
4. Ist das Fleisch genusstauglich?
Fleisch von Tieren, die mit Lungenwürmern infiziert sind,
sollte nicht für den Verzehr verwendet werden.
5. Wie muss sich der Jäger verhalten?
Jäger sollten auf Anzeichen von Atemwegsproblemen achten
und das Wild sorgfältig untersuchen.
Trichinen
Trichinen sind Endoparasiten, die vor allem Schweine und andere Fleischfresser, aber auch Menschen befallen können.
1. Wer kann sie bekommen?
Menschen können sich durch den Verzehr von rohem oder
unzureichend gegartem Fleisch infizieren.
2. Wie kann man sie erkennen?
Die Trichinose ist von außen in der Regel nicht erkennbar.
Zu den Symptomen zählen Muskelschmerzen.
3. Wie ist der Krankheitsverlauf?
Die Trichinen setzen sich im Muskelgewebe fest und
verhärten dieses in verschiedenen Entwicklungsstadien.
4. Ist das Fleisch genusstauglich?
Fleisch von Tieren, die mit Trichinen infiziert sind,
ist nicht für den Verzehr geeignet.
5. Wie muss sich der Jäger verhalten?
Für zum menschlichen Verzehr bestimmtes Wild muss eine
Trichinenuntersuchung veranlasst werden.
Bandwürmer
Bandwürmer sind Endoparasiten, die verschiedene Tierarten, einschließlich Menschen, befallen können.
1. Wer kann sie bekommen?
Menschen können sich durch den Verzehr von rohem oder
unzureichend gegartem Fleisch infizieren, das
Bandwurmlarven enthält.
2. Wie kann man sie erkennen?
Mögliche Symptome sind Bauchschmerzen, Übelkeit,
Gewichtsverlust und Darmprobleme.
3. Wie ist der Krankheitsverlauf?
Bei schwereren Infektionen können Bandwürmer zu
Darmverschluss, Nährstoffmangel und weiteren
Komplikationen führen.
4. Ist das Fleisch genusstauglich?
Fleisch von Tieren, die mit Bandwürmern infiziert sind,
ist genussuntauglich.
5. Wie muss sich der Jäger verhalten?
Bei Verdacht sollte das erlegte Wild sorgfältig
untersucht werden.
Leberegel
Leberegel sind parasitische Würmer, die vor allem Wiederkäuer, aber auch andere Tiere und Menschen befallen können.
1. Wer kann sie bekommen?
Betroffen sein können Rinder, Schafe, Ziegen, Pferde
und Wildtiere.
2. Wie kann man sie erkennen?
Häufige Anzeichen sind Gelbsucht, Leberschäden,
Gewichtsverlust, Anämie und Appetitlosigkeit.
3. Wie ist der Krankheitsverlauf?
Eine schwere Infektion kann zu Leberschäden,
Gelbsucht und Leberversagen führen.
4. Ist das Fleisch genusstauglich?
Fleisch ist grundsätzlich genusstauglich,
die Leber jedoch genussuntauglich.
5. Wie muss sich der Jäger verhalten?
Die Leber sollte untersucht und bei Befall
entsorgt werden.
Zecken
Zecken sind Ektoparasiten, die vor allem Säugetiere, Vögel und Reptilien befallen, aber auch den Menschen.
1. Wer kann sie bekommen?
Zecken können Menschen, Haustiere und Wildtiere befallen.
Sie leben in Wäldern, Graslandschaften und Gärten und
ernähren sich von Blut.
2. Wie kann man sie erkennen?
Zecken sind kleine, spinnenartige Parasiten, die sich an
der Haut festbeißen. Sie sind häufig in warmen und feuchten
Körperbereichen zu finden.
3. Wie ist der Krankheitsverlauf?
Zecken können Krankheiten wie Lyme-Borreliose,
Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) und Anaplasmose
übertragen.
4. Ist das Fleisch genusstauglich?
Fleisch von Tieren, die von Zecken befallen sind,
ist im Allgemeinen genießbar, sofern es ordnungsgemäß
verarbeitet und zubereitet wird.
5. Wie muss sich der Jäger verhalten?
Jäger sollten geeignete Schutzmaßnahmen gegen Zecken
ergreifen und den Körper nach Aufenthalten in der Natur
gründlich kontrollieren.
Flöhe, Läuse und Lausfliegen
Flöhe, Läuse und Lausfliegen sind Ektoparasiten, die verschiedene Tierarten befallen können.
1. Wer kann sie bekommen?
Flöhe, Läuse und Lausfliegen können eine Vielzahl von
Tieren befallen, darunter Haustiere, Nutztiere und
Wildtiere. Menschen können ebenfalls von Läusen
betroffen sein.
2. Wie kann man sie erkennen?
Flöhe sind kleine braune Parasiten im Fell.
Läuse haften eng an der Haut des Wirts.
Lausfliegen legen ihre Eier in das Fell von Tieren.
3. Wie ist der Krankheitsverlauf?
Starker Befall kann Hautreizungen, Juckreiz,
Hautinfektionen und in schweren Fällen Anämie
verursachen.
4. Ist das Fleisch genusstauglich?
Fleisch von Tieren mit Flöhen, Läusen oder Lausfliegen
ist grundsätzlich für den Verzehr geeignet.
Bei starkem Befall ist jedoch eine amtliche
Fleischbeschau zu veranlassen.
5. Wie muss sich der Jäger verhalten?
Auf sichtbare Parasiten, starken Juckreiz und
Hautirritationen achten und das Wild sorgfältig
untersuchen.
Hautdasseln
Hautdasseln, auch bekannt als Dasselfliegenlarven, sind Endoparasiten, die vor allem Wildtiere und Nutztiere befallen.
1. Wer kann sie bekommen?
Hautdasseln können Wildtiere, Haustiere und
Nutztiere befallen. Menschen sind normalerweise
nicht der Wirt für Hautdasseln.
2. Wie kann man sie erkennen?
Die Larven verursachen sichtbare Beulen oder
Schwellungen unter der Haut.
3. Wie ist der Krankheitsverlauf?
Hautdasseln können Schmerzen, Juckreiz,
Infektionen und in schweren Fällen
Gewebeschäden verursachen.
4. Ist das Fleisch genusstauglich?
Bei geringem Befall ist das Fleisch in der Regel
genusstauglich. Bei starkem Befall sollte eine
Fleischuntersuchung erfolgen.
5. Wie muss sich der Jäger verhalten?
Spätestens beim Zerwirken sollte auf Dassellarven
geachtet und das Wild sorgfältig kontrolliert werden.
Rachendasseln
Rachendasseln sind Endoparasiten, die in den Rachenhöhlen von Tieren vorkommen können.
1. Wer kann sie bekommen?
Rachendasseln kommen vor allem bei Wildtieren,
Nutztieren und Haustieren vor.
2. Wie kann man sie erkennen?
Symptome können Husten, Schluckbeschwerden,
vermehrtes Speicheln und häufiges Kopfschütteln sein.
3. Wie ist der Krankheitsverlauf?
Die Parasiten können Reizungen, Entzündungen
und Atemprobleme verursachen.
4. Ist das Fleisch genusstauglich?
Fleisch von Tieren mit Rachendasseln ist im
Allgemeinen nicht für den Verzehr geeignet.
Eine amtliche Fleischbeschau ist zu veranlassen.
5. Wie muss sich der Jäger verhalten?
Bei Verdacht auf Rachendasseln sollte das Wild
sorgfältig untersucht werden.
Haar- und Federlinge
Haarlinge und Federlinge sind Ektoparasiten, die vor allem bei Vögeln vorkommen, jedoch auch unser Haarwild befallen können.
1. Wer kann sie bekommen?
Federlinge kommen vor allem bei Vögeln vor,
Haarlinge vor allem bei Hunden, Katzen und Wildtieren.
2. Wie kann man sie erkennen?
Federlinge erscheinen als kleine dunkle Punkte
an den Federn. Haarlinge sind kleine flügellose
Parasiten im Fell.
3. Wie ist der Krankheitsverlauf?
Starker Befall kann Hautirritationen, Juckreiz,
Federbruch und Hautinfektionen verursachen.
4. Ist das Fleisch genusstauglich?
Fleisch von Wild, das von Haarlingen oder
Federlingen befallen ist, ist im Allgemeinen
nicht für den Verzehr geeignet. Eine amtliche
Fleischuntersuchung kann das Wild jedoch
freigeben.
5. Wie muss sich der Jäger verhalten?
Auf sichtbare Parasiten und Hautveränderungen achten.
Sarkosporidien
Sarkosporidien sind einzellige Endoparasiten, die vor allem bei Säugetieren und fleischfressenden Tierarten vorkommen.
1. Wer kann sie bekommen?
Sarkosporidien kommen vor allem bei Wildtieren
und Haustieren vor. Menschen infizieren sich
gegebenenfalls über rohes oder unzureichend
gegartes Fleisch.
2. Wie kann man sie erkennen?
Sarkosporidien sind mikroskopisch kleine
Parasiten und mit bloßem Auge nicht sichtbar.
3. Wie ist der Krankheitsverlauf?
Beim Tier verläuft eine Sarkosporidiose häufig
symptomlos. In Einzelfällen können Muskelschwäche,
Gewichtsverlust und Muskelschmerzen auftreten.
4. Ist das Fleisch genusstauglich?
Fleisch von Tieren mit Sarkosporidien gilt
grundsätzlich als genusstauglich. Es wird jedoch
empfohlen, das Fleisch gründlich zu kochen oder
zu braten.
5. Wie muss sich der Jäger verhalten?
Bei Verdacht sollte das Fleisch vor dem Verzehr
gründlich gegart werden.
Allgemeine Verhaltensweisen
Es ist wichtig, sich über die Risiken von Bakterien bei Tieren und Menschen bewusst zu sein und entsprechende Vorsichtsmaßnahmen zu ergreifen, um die Ausbreitung der Krankheiten zu verhindern und die Gesundheit zu schützen.
Hier kannst du dir unsere PDF-Datei zu Zoonosen sowie zur Melde- und Anzeigepflicht kostenfrei herunterladen.
Übersicht zu Zoonose, Melde- und Anzeigepflicht